Einschätzung Bebaubarkeit großes Grundstück §34

GRZ, GFZ, Trauf-/Firsthöhe, offene Bebauung, Geschossigkeit ...

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Kölner
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Einschätzung Bebaubarkeit großes Grundstück §34

#1

Beitrag von Kölner » 16. Februar 2017 23:06

Hallo,

ich habe ein Grundstück mit Altbebauung in Aussicht.

24 Meter breit
44 Meter tief

Hier einen Eindruck vom Grundstück und der Umgebung.
IMG_0007.JPG
IMG_0008.JPG
IMG_0009.JPG
IMG_0010.JPG
IMG_0011.JPG
IMG_0012.JPG
IMG_0013.JPG
Bebaut werden darf nach §34.

Das Bauamt signalisiert, dass sie zwei Vollgeschosse mit Flachdach genehmigen würden, wenn der Entwurf in das Umfeld passt. In der nicht abgelichteten Nachbarschaft stehen auch einige neuere Häuser mit Flachdach und 2 Vollgeschossen.


Weitere Auskünfte gibt das Bauamt nicht. Sie möchten erst einen Architektenentwurf haben und im Anschluss eine Beuberatung durchführen. So lange kann ich allerdings nicht warten, denn ewig reserviert man mir das Grundstück sicher nicht.

Daher die Frage; was bei diesem großen Grundstück mit der derzeitigen flachen Bebauung mit zwei Vollgeschossen möglich wäre? Wir stellen uns ein Haus mit ca. 200m² plus Nutzfläche im Keller vor. Wir sind nicht so die Freunde von Staffelgeschossen bei zweietagiger Bauweise sondern würden hier zwei volle Geschosse sehen. Das hieße, dass das 1.085qm große Grundstück schon sehr groß ist im Vergleich zum Baukörper.

Gleichzeitig legen wir viel Wert auf Privatsphäre. Angesichts der Bebauung in der Nachbarschaft gehe ich nicht davon aus, dass wir eine Grundstücksmauer errichten dürfen wie es bei unserer derzeitigen Wohnsituation der Fall ist:
IMG_0014.JPG
Leider etwas dunkel aber man kann es sehen.

Wir finden es schön, wenn niemand aufs Grundstück kommen kann, wenn das Tor zu ist. Das schafft schon eine gute Privatsphäre. Ich glaube nicht, dass eine solche knapp 2 Meter hohe Mauer bei dem für uns in Aussicht stehenden Grundstück genehmigungsfähig ist, wenn ich mir die Straße dort anschaue, oder?
Dann wäre unsere Mindestanforderung aber, dass das Grundstück ab Beginn des Hauses von links bis rechts komplett zu ist, dass niemand von der Straße in den Garten gehen kann (auch kein Überklettern eines kleinen Tores oder Ähnliches. Es müsste dann schon so eine verlängernde Mauer sein wie bei der derzeitigen Altbebauung. Diese würde ich vielleicht eher links sehen wo der in unseren Augen sehr erhaltungswürdige Baum steht. Rechts vielleicht die Garage.

Aber passt das denn am Ende alles bei unseren Rahmenbedingungen an ein Haus? Oder ist das Grundstück einfach überdimensioniert? Klar ist es ist zu groß mit 1.085qm. Aber es ist finanzierbar. Und gegen einen großen Garten haben wir nichts. Wir suchen seit ca. drei Jahren und finden einfach nichts. Dieses Grundstück würde von der Nachbarschaft, der Lage, vom Preis, dem Platz etc. einfach toll passen. Aber bekommen wir das so hin?


Viele Grüße
Oliver
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Einschätzung Bebaubarkeit großes Grundstück §34

#2

Beitrag von Jochen104 » 17. Februar 2017 06:50

Hallo Oliver,
ich bitte dich zukünftig die Bilder direkt hier in der Forensoftware hochzuladen (unten über Dateien hinzufügen). Viele User (mich eingeschlossen) mögen es nicht, wenn Bilder extern geöffnet werden müssen und dazu noch nervige Werbung erscheint. Manche (Unternehmens-)Firewalls lassen diese Upload-Seiten auch gar nicht zu.

Ich war so frei und habe die Bilder in der Forensoftwareeingebunden.

Vielen Dank für dein Verständnis.
Viele Grüße,
Jochen

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#3

Beitrag von Jochen104 » 17. Februar 2017 07:45

Hallo Oliver,
nun auch noch zu deinem eigentlichen Problem:
Eine verlässliche Aussage wird dir vermutlich leider nur das Bauamt geben können.

Bei der Summe deines Bauvorhabens würde ich mir kurzfritig einen Archtiekten für eine Entwurfsplanung suchen. Diese kannst du dann mal als Bauvoranfrage beim Bauamt einreichen.
Viele Grüße,
Jochen

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#4

Beitrag von Epi » 17. Februar 2017 09:27

Hallo Oliver,

Das freut mich für Dich/Euch! Ich konnte leider nichts für Dich bewirken; mein Kontakt hat keine Grundstücke mehr im Angebot, entwickelt gerade abseits von Köln neue Liegenschaften zur Bebauung mit ca. 600 EFH..
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
ich habe ein Grundstück mit Altbebauung in Aussicht.
24 Meter breit
44 Meter tief
Das spricht zunächst für ein Baufenster von B: 18.00 x T: 10.00 m plus "x", in welchem Du Dich mit Deiner Baumaßnahme bewegen kannst.
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
Bebaut werden darf nach §34.
Das Bauamt signalisiert, dass sie zwei Vollgeschosse mit Flachdach genehmigen würden, wenn der Entwurf in das Umfeld passt. In der nicht abgelichteten Nachbarschaft stehen auch einige neuere Häuser mit Flachdach und 2 Vollgeschossen.
Die Bilder, welche Du eingestellt hast, geben das nicht her. Darauf sind Bungalows und I-Geschosser erkennbar. Sicher, daß die Auskunft des Bauamtes sich nicht auf Staffelgeschoß bezog?

Was meint "nicht abgelichtete Nachbarschaft"? - Direkte Nachbarschaft oder liegt mehr Wegstrecke dazwischen? §34 bezieht sich stets auf die direkte Nachbarschaft.
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
Weitere Auskünfte gibt das Bauamt nicht. Sie möchten erst einen Architektenentwurf haben und im Anschluss eine Beuberatung durchführen. So lange kann ich allerdings nicht warten, denn ewig reserviert man mir das Grundstück sicher nicht.
Das ist eine "normale" Auskunft in diesen Fällen, geht aber auch anders; das Ergebnis hängt immer vom vorstelligen Anfrager ab.
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
Daher die Frage; was bei diesem großen Grundstück mit der derzeitigen flachen Bebauung mit zwei Vollgeschossen möglich wäre? Wir stellen uns ein Haus mit ca. 200m² plus Nutzfläche im Keller vor. Wir sind nicht so die Freunde von Staffelgeschossen bei zweietagiger Bauweise sondern würden hier zwei volle Geschosse sehen. Das hieße, dass das 1.085qm große Grundstück schon sehr groß ist im Vergleich zum Baukörper.
Was Du "siehst" (hoffst) und was Du "darfst" sind häufig 2 Paar Schuhe. Ich erkenne im Bildmaterial nicht, daß eine II-geschossige Bebauung mit 2 Vollgeschossen genehmigungsfähig wäre. Davon ab, muß ein Staffelgeschoß nicht notwendigerweise ein eckiger und langweiliger Kasten sein. Es hängt entscheidend an der Wahl Deines Architekten; klassische Anbieter aka Generalübernehmer mit eingebundener Architektur, können dies häufig nicht leisten.
Bauhaus-4.jpg
Bauhaus-7.jpg
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
Gleichzeitig legen wir viel Wert auf Privatsphäre. Angesichts der Bebauung in der Nachbarschaft gehe ich nicht davon aus, dass wir eine Grundstücksmauer errichten dürfen wie es bei unserer derzeitigen Wohnsituation der Fall ist:
In Nordrhein-Westfalen sind Einfriedungen an der Grundstücksgrenze Pflicht. Mauern und Sichtschutz (Hecke) dürfen im Regelfall zwischen 1.70 und 1.90 m hoch sein; lt. LBO NRW sind es imho 1.80 m. Es obliegt aber immer auch der jeweiligen Gemeinde, die Art und Höhe der Einfriedung festzulegen (hier kannst Du Dich an der Situation vor Ort orientieren).
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
Dann wäre unsere Mindestanforderung aber ....
Persönliche Mindestanforderung ist ein großer Begriff, wenn ich mir vor Augen führe, wie lange Du schon nach einem Grundstück suchst und wie eng der Radius gefasst ist, in welchem ein Grundstück überhaupt für Dich/euch infrage kommt ;) Wie mein kluger Architekt immer sagt: "einen Tod wirst Du sterben müssen".
Kölner hat geschrieben:
16. Februar 2017 23:06
Aber passt das denn am Ende alles bei unseren Rahmenbedingungen an ein Haus? Oder ist das Grundstück einfach überdimensioniert? Klar ist es ist zu groß mit 1.085qm. Aber es ist finanzierbar. Und gegen einen großen Garten haben wir nichts. Wir suchen seit ca. drei Jahren und finden einfach nichts. Dieses Grundstück würde von der Nachbarschaft, der Lage, vom Preis, dem Platz etc. einfach toll passen. Aber bekommen wir das so hin?
So, wie ich die Bilder interpretiere, spricht nichts gegen eine entsprechend große Bebauung. Ob es ein reiner II-Geschosser werden kann, halte ich für fraglich, andererseits läßt sich mit Staffelgeschossen wunderbar spielen, wie Du an angehängten Bildern erkennst und ein creativer Architekt beauftragt ist. Die Frage der Einfriedung wird sich - Achtung Glaskugelmodus - wahrscheinlich mit einer Hecke lösen lassen - Glaskugelmodus aus.

Ob es ein solch großes Grundstück sein _muß_ kannst nur Du beantworten, Du mußt ja schließlich auch dafür Sorge tragen, daß es dauerhaft gepflegt wird. Du solltest daher auch die Frage klären, ob Du/ihr dazu Lust und Zeit habt oder ein Gärtner eine Option darstellt. Andererseits, schaue ich nach Widdersdorf, finde ich es einfach nur grausig, daß die großen EFH auf relativ kleinen Grundstücken (Grundstückspreis) stehen; die Außenwirkung der Architekturen ist gleich Null ... my 2 cents.

Wenn das Grundstück für Dich/euch passt, würde ich zuschlagen und abwarten, was sich entwickeln läßt; spannend wird es sicher :!: Ich würde mich, an Deiner Stelle, auch vom aktuellen Favoriten befreien; was Du/ihr braucht, ist ein Architekt, der sich die Situation vor Ort anschaut, kluge Ideen und eine eigene Handschrift hat. Diese Art creativer Architekten binden sich nicht im Angestelltenverhältnis. Du mußt dabei nur verinnerlichen, daß - nach dem wechselseitigen beschnuppern, ob ihr zusammenpasst - ein Planungsauftrag fällig ist. Niemand arbeitet gerne für die Tonne ;)
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Mit Rheinischen Grüßen; Epi


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Einschätzung Bebaubarkeit großes Grundstück §34

#5

Beitrag von Kölner » 17. Februar 2017 19:21

Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Die Bilder, welche Du eingestellt hast, geben das nicht her. Darauf sind Bungalows und I-Geschosser erkennbar. Sicher, daß die Auskunft des Bauamtes sich nicht auf Staffelgeschoß bezog?
Die Dame vom Bauamt sagt, sie sei mit ihrem Vorgesetzten bereits vor Ort gewesen und habe einen guten Einblick in die Nachbarschaft erhalten. Sie hält ein zweigeschossiges Haus mit Flachdach und Staffelgeschosse ebenso für genehmigungsfähig wie ein Haus mit zwei Vollgeschossen und Flachdach oder sogar mit leichtem Pult. Das ist ihre Aussage. Mehr werde sie ohne Architektenentwurf nicht äußern. Zwei Häuser weiter links wird auch gerade etwas gebaut, wovon es derzeit so aussieht, dass es zwei Vollgeschosse und Flachdach sind (aber wohl MFH).
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Was meint "nicht abgelichtete Nachbarschaft"? - Direkte Nachbarschaft oder liegt mehr Wegstrecke dazwischen? §34 bezieht sich stets auf die direkte Nachbarschaft.
Wie gesagt zwei Häuser weiter und auch in der gesamten Nachbarschaft verstreut, wo zu 90% so Häuser stehen wie auf den Bildern..... immer wieder mal ein modernes Bauhaus dazwischen.

Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Was Du "siehst" (hoffst) und was Du "darfst" sind häufig 2 Paar Schuhe. Ich erkenne im Bildmaterial nicht, daß eine II-geschossige Bebauung mit 2 Vollgeschossen genehmigungsfähig wäre. Davon ab, muß ein Staffelgeschoß nicht notwendigerweise ein eckiger und langweiliger Kasten sein. Es hängt entscheidend an der Wahl Deines Architekten; klassische Anbieter aka Generalübernehmer mit eingebundener Architektur, können dies häufig nicht leisten.
Ok, dann deckt sich das nicht mit der Aussage von der Dame aus dem Bauamt (die ja nicht rechtsverbindlich ist). Du meinst, ein Generalübernehmer passt nicht zu meinem Projekt? Ich hätte gedacht, dass man doch ein recht individuelles Architektenhaus bekommt. Auf ein klassisches Architektenhaus, wo sich am Ende der Fliesenleger mit dem Türbauer über Gewährleistungsansprüche streitet etc., das ist nichts für mich, ebenso schätze ich den geringeren Koordinationsaufwand bei einem GÜ. Aber ich möchte nicht bestreiten, dass der Architekt natürlich auch seine Vorteile hat.

Das erste Bild von dir hat schon was. Wäre eine Option. Wobei ich auch von Artos schon Vorschläge hatte mit Staffel o. Ä. wo aber die Zimmer oben einfach zu klein wurden.... für unsere Zimmer-Wunschaufteilung passen zwei Vollgeschosse eigentlich ganz gut. Aber es muss natürlich realisierbar sein.

Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
In Nordrhein-Westfalen sind Einfriedungen an der Grundstücksgrenze Pflicht. Mauern und Sichtschutz (Hecke) dürfen im Regelfall zwischen 1.70 und 1.90 m hoch sein; lt. LBO NRW sind es imho 1.80 m. Es obliegt aber immer auch der jeweiligen Gemeinde, die Art und Höhe der Einfriedung festzulegen (hier kannst Du Dich an der Situation vor Ort orientieren).
Zur Straße hin wird das aber kritisch. Hat sonst kein Haus dort.....

Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Ob es ein solch großes Grundstück sein _muß_ kannst nur Du beantworten, Du mußt ja schließlich auch dafür Sorge tragen, daß es dauerhaft gepflegt wird. Du solltest daher auch die Frage klären, ob Du/ihr dazu Lust und Zeit habt oder ein Gärtner eine Option darstellt. Andererseits, schaue ich nach Widdersdorf, finde ich es einfach nur grausig, daß die großen EFH auf relativ kleinen Grundstücken (Grundstückspreis) stehen; die Außenwirkung der Architekturen ist gleich Null ... my 2 cents.

Dieses Thema hatten wir ja schon im anderen Forum zur Genüge durchgekaut. :D

In der Tat mag ich diese Legebatterie-Grundstücke mit 500qm nicht so wirklich gerne..... in einer tollen Lage wäre das ein Kompromiss aber es muss nicht wirklich sein. Perfekt wären 700-800qm. Aber wie du ja weißt, sind wir schon ewig auf der Suche und haben auch einen Anspruch an die Lage. Und dann doch lieber zu groß als zu klein. Für den Preis bekomme ich in Köln gerade mal die Hälfte an Grundstück in schlechterer Lage. Z. B. Raderthal Liblarer Str. 7 für 550.000 € (ebenfalls abrissreif). Aber warum nach Raderthal auf etwas über 500m² ziehen, wenn man im Grünen auf größerer Fläche frei leben kann. Wie du ja selbst sagst; Kompromisse müssen irgendwo gemacht werden. Für mich wäre ein Kompromiss, den Garten möglichst pflegeleicht zu gestalten und auch hier und da Gärtner-Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. So ein Kompromiss geht. Kompromiss Durchgangsstraße in Hörweite ginge dagegen z. B. nicht. Wir sind lange am suchen, haben viele Häuser und Grundstücke besichtigt und meist wussten wir nach 2-3min, dass es nichts wird weil irgendwas einfach nicht passt. In Königsdorf waren wir jetzt schon 7-8x und finden es einfach toll, dieses Grundstück und die Nachbarschaft! Wir können es ja leider nicht auf 700-800m² zurecht stutzen. :)

Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Wenn das Grundstück für Dich/euch passt, würde ich zuschlagen und abwarten, was sich entwickeln läßt; spannend wird es sicher :!: Ich würde mich, an Deiner Stelle, auch vom aktuellen Favoriten befreien; was Du/ihr braucht, ist ein Architekt, der sich die Situation vor Ort anschaut, kluge Ideen und eine eigene Handschrift hat. Diese Art creativer Architekten binden sich nicht im Angestelltenverhältnis. Du mußt dabei nur verinnerlichen, daß - nach dem wechselseitigen beschnuppern, ob ihr zusammenpasst - ein Planungsauftrag fällig ist. Niemand arbeitet gerne für die Tonne ;)
Das habe ich auch schon überlegt. Habe kein Problem, das Grundstück zu kaufen und dann in Ruhe nach der optimalen Bebauung zu schauen. Aber für die Finanzierung brauche ich eben auch eine für die Bank nachvollziehbare Kostenplanung. Da beißt sich leider die Katze in den Schwanz..... das vorhandene Budget passt. Aber ich muss eben die Bank auch dazu bekommen, das Budget für mein Projekt freizugeben; ich vermute, bei der Größenordnung wird es da schon eine qualifizierte Planung erfordern..... vielleicht nehme ich einfach das, was ich vorliegen habe, lasse es durch Nebengewerke auf den gewünschten Betrag "aufblähen" und starte dann die Finanzierungsanfrage. Es kann mich ja deswegen bestimmt keiner zwingen, dann 1 zu 1 dieses Angebot bei diesem Anbieter zu beauftragen. Aber das kläre ich am Freitag in aller Ruhe.

Ein Architekt mit Kreativität; ja, das wäre es. Hast du da für mich ein paar Tips? Ist deine Idee denn so zu verstehen, dass man durchaus einen freien Architekten beauftragen sollte und dann nichts dagegen spricht, die Ausführung über einen Generalunternehmer durchführen zu lassen? Muss ja nicht zwingend ein Generalübernehmer sein.....

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Einschätzung Bebaubarkeit großes Grundstück §34

#6

Beitrag von Robin » 17. Februar 2017 19:41

Architekt und GU/GÜ: du kannst doch die Planung vom Architekten machen lassen und gehst dann mit der gesamten Planung zu einem Anbieter der dir das umsetzen kann, alles aus einer Hand.

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Einschätzung Bebaubarkeit großes Grundstück §34

#7

Beitrag von Epi » 17. Februar 2017 23:20

Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 19:21
Die Dame vom Bauamt sagt, sie sei mit ihrem Vorgesetzten bereits vor Ort gewesen und habe einen guten Einblick in die Nachbarschaft erhalten. Sie hält ein zweigeschossiges Haus mit Flachdach und Staffelgeschosse ebenso für genehmigungsfähig wie ein Haus mit zwei Vollgeschossen und Flachdach oder sogar mit leichtem Pult. Das ist ihre Aussage. Mehr werde sie ohne Architektenentwurf nicht äußern. Zwei Häuser weiter links wird auch gerade etwas gebaut, wovon es derzeit so aussieht, dass es zwei Vollgeschosse und Flachdach sind (aber wohl MFH).
Ich kann Dir aus meiner täglichen Arbeit berichten, daß der Umgang mit Bauämtern die letzten Jahre nicht einfacher geworden ist; im Gegenteil. Wenn "Deine" Dame wenigstens eine Abteilungsleiterin ist, "könnte" es gutgehen und das, was sie gesagt hat, schlägt sich auch in der Genehmigung nieder, wenn nicht ... hängt es davon ab, wie der Amtsleiter am Vortag der Entscheidung geschlafen hat oder seine aktuelle, politische Entscheidung ihn motiviert.
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 19:21
Wie gesagt zwei Häuser weiter und auch in der gesamten Nachbarschaft..... immer wieder mal ein modernes Bauhaus dazwischen.
Das klingt vielversprechend.
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Du meinst, ein Generalübernehmer passt nicht zu meinem Projekt? Ich hätte gedacht, dass man doch ein recht individuelles Architektenhaus bekommt.
Bei Projekten, wie dem Deinen, muß ein Architekt vor Ort sitzen, im Mindesten gute Kontakte ins Bauamt pflegen.
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Auf ein klassisches Architektenhaus, wo sich am Ende der Fliesenleger mit dem Türbauer über Gewährleistungsansprüche streitet etc., das ist nichts für mich, ebenso schätze ich den geringeren Koordinationsaufwand bei einem GÜ.
Nein. Ich meine einen Anbieter, der so arbeitet wie ich; im Mindesten nach vorhandener Planung/Baugenehmigung arbeiten (leisten) will! Jede unserer Planungen wird individuell von unserem Architekten erstellt und dann von einem unserer BU (immer passend von der Entfernung) gebaut.

Ich kenne ja Deinen aktuellen Favoriten recht gut, mag seine Entwürfe (was daran liegen mag, daß sein Architekt wohl gleich tickt, wie der meine). Mir wäre aber (bis heute jedenfalls) kein BV bekannt, wo der Architekt vor Ort gewesen wäre und sich das Grundstück, nebst vorhandener Bebauung angeschaut hätte.
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Das erste Bild von dir hat schon was. Wäre eine Option. Wobei ich auch von Artos schon Vorschläge hatte mit Staffel o. Ä. wo aber die Zimmer oben einfach zu klein wurden.... für unsere Zimmer-Wunschaufteilung passen zwei Vollgeschosse eigentlich ganz gut. Aber es muss natürlich realisierbar sein.
Was wohl vmtl. daran liegt, daß deren Entwürfe ganz so individuell dann doch nicht sind. Sie bewegen sich halt im Rahmen ihrer Entwürfe, wie sie auch im I-Net zu sehen sind.
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Zur Straße hin wird das aber kritisch. Hat sonst kein Haus dort.....
Eine Bebauung mit Hecke hast Du schon hochgeladen.
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Da beißt sich leider die Katze in den Schwanz.....
Nö.
Epi hat geschrieben:
17. Februar 2017 09:27
Ein Architekt mit Kreativität; ja, das wäre es ... Ist deine Idee denn so zu verstehen, dass man durchaus einen freien Architekten beauftragen sollte und dann nichts dagegen spricht, die Ausführung über einen Generalunternehmer durchführen zu lassen? Muss ja nicht zwingend ein Generalübernehmer sein.....
Jetzt hast Du es :mrgreen:
Mit Rheinischen Grüßen; Epi


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#8

Beitrag von Kölner » 17. Februar 2017 23:56

Martina, ihr habt doch auch einen festen Architekten, korrekt?

Da du ja schreibst, in meinem Fall besser einen Architekten nehmen, der vor Ort sitzt und mit dem Bauamt Kontakt pflegt, wäre das für mich nicht die richtige Option? Also lieber selbst einen Architekten suchen und ggf. auch bei euch mal anfragen bezüglich des Baus? Ich möchte sowieso bei so einer Lebensentscheidung nicht nur bei einem Anbieter nachfragen sondern mir mal zwei verschiedene Arbeitsweisen, Vorgehensweisen und die handelnden Menschen anschauen und mich dann entscheiden, mit wem das Ganze durchgezogen wird.

Mein "Favorit" (eigentlich einfach nur der, mit dem ich zuerst enger in Kontakt war) hat nun vorgeschlagen, sich im Büro in Rodenkirchen in Ruhe zusammen zu setzen und zahlreiche Bilder von Häusern durchzugehen. Danach wird ein Vor-Ort-Termin in Aussicht gestellt.

Sofern "euer" Architekt tatsächlich nicht passen sollte, kennst du denn einen Architekten, der in meinem Zielgebiet für das was wir uns vorstellen für mich ein geeigneter Ansprechpartner wäre. Tue mich da unheimlich schwer, den richtigen Ansprechpartner zu finden....

Im Nachbarforum hatte ich mit jemandem Kontakt, der eine Art Atrium auf dem Grundstück bauen wollte. Das war z. B. gar nicht mein Fall.


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#9

Beitrag von Kölner » 18. Februar 2017 08:47

Mir gefallen die Projekte dieses Architekten ganz gut.

http://www.kirsch-architekten.de/index. ... -kirsch-ii

Bietet sich hier eine Kontaktaufnahme an?

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#10

Beitrag von Epi » 18. Februar 2017 09:19

Guten Morgen Oliver,
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 23:56
Martina, ihr habt doch auch einen festen Architekten, korrekt?
Ja.
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 23:56
Da du ja schreibst, in meinem Fall besser einen Architekten nehmen, der vor Ort sitzt und mit dem Bauamt Kontakt pflegt, wäre das für mich nicht die richtige Option?
Aus meiner persönlichen Sicht heraus: ja.
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 23:56
Also lieber selbst einen Architekten suchen und ggf. auch bei euch mal anfragen bezüglich des Baus? Ich möchte sowieso bei so einer Lebensentscheidung nicht nur bei einem Anbieter nachfragen sondern mir mal zwei verschiedene Arbeitsweisen, Vorgehensweisen und die handelnden Menschen anschauen und mich dann entscheiden, mit wem das Ganze durchgezogen wird.
Meiner Erfahrung nach stellt sich ziemlich bald - meist nach den ersten Sekunden - heraus, ob beide temporären Partner ein gemeinsames Vorgehen denken können. Ich schreibe bewußt von "beiden", da die Chemie wechselseitig stimmen muß, sonst wird das nix. Bei einem Projekt, wie dem Neubau eines EFHes, ergibt sich eine Zusammenarbeit über ein gutes Jahr; beschnuppern, Wünsche aufnehmen, planen, besprechen, Referenzen anschauen, besprechen, ausfeilen, Bauantrag, Werkplanung - 1. Spatenstich.

Wenn Du Dir ergo 3 Anbieter anschaust (sie müssen latürlich miteinander vergleichbar sein; in der gleichen Liga spielen), welche für Dich denkbar sind, dauert es nicht lange, bis Du merkst, ob sich ein Gespräch - über eine gemeinsame Tasse Kaffee hinaus - lohnt.
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 23:56
Mein "Favorit" (eigentlich einfach nur der, mit dem ich zuerst enger in Kontakt war) hat nun vorgeschlagen, sich im Büro in Rodenkirchen in Ruhe zusammen zu setzen und zahlreiche Bilder von Häusern durchzugehen. Danach wird ein Vor-Ort-Termin in Aussicht gestellt.
Ist für mich - da ihr euch schon länger beschnuppert, verkehrt herum geplant. Dein Kontakt muß erst raus ans Grundstück, sicher Rücksprache mit dem Bauamt halten und dann erst Architekturen vorschlagen. Es passiert nicht selten, daß sich Geschmäcker an die äußere Optik im konstruktiven Austausch verändern; von daher erst das Grundsätzliche klären und dann planen.
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 23:56
Sofern "euer" Architekt tatsächlich nicht passen sollte, kennst du denn einen Architekten, der in meinem Zielgebiet für das was wir uns vorstellen für mich ein geeigneter Ansprechpartner wäre. Tue mich da unheimlich schwer, den richtigen Ansprechpartner zu finden....
Ja, ich kenne latürlich einige Architekten - wird Dich aber nicht weiterbringen, da ich bestimmte Anforderungen an einen Architekten stelle, welche leider nur wenige erfüllen; ich sie ergo nicht weiterempfehlen würde. Künstlerkinder sind sie auf die ein oder andere Weise alle, darüber hinaus müssen sie u.a. - für mich - auch Bodenhaftung mitbringen. Es nutzt nicht der schönste Entwurf, wenn es an den Baukosten scheitert :!:

Du hast aber das "Auswahl-Paradies" vor der Haustüre: Widdersdorf. Wir können über die Anlage an sich sicher trefflich diskutieren, eine Auswahl an Architekten bietet sie dagegen allemal. Schau Dir die Häuser - gleich welche Architektur - an und da, wo Dich die Handschrift des Architekten anspricht, klingelst Du und fragst nach dem Namen des Entwurfsverfassers. Ich glaube kaum, daß Dir die Eigentümer eine Auskunft verweigern werden; sie sind allesamt stolz auf ihr Projekt.

Eine weitere Möglichkeit, den für Dich richtigen Planer zu finden, bietet die aknw; hier zum Bleistift:

http://www.aknw.de/menu-oben-jobboerse- ... ktenliste/

Du kannst gut sortieren und die dann aufgelisteten Namen anclicken und findest häufig die Homepages hinterlegt, so daß Du Dir einen ersten Eindruck von der Handschrift des Architekten machen kannst. Ein Termin zum beschnuppern ist schnell vereinbart und wie weiter oben beschrieben, Du weißt recht zügig, ob der Kandidat auch ein Partner für Dich sein kann.
Kölner hat geschrieben:
17. Februar 2017 23:56
Im Nachbarforum hatte ich mit jemandem Kontakt, der eine Art Atrium auf dem Grundstück bauen wollte. Das war z. B. gar nicht mein Fall.
Das muß man mögen; es können sehr interessante Architekturen entstehen. Dafür ist das persönliche Gespräch auch wichtig: will sich der Architekt verwirklichen oder werden meine Wünsche aufgenommen? Holt er mich ab oder ist er _nur_ "Ja-Sager" usw.
Mit Rheinischen Grüßen; Epi

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